Starke Bande – Salzburg 24.09.2015

06:30 sch
. (eibenkleister) kann es echt sein dass es schon so spĂ€t ist? Simon holte das Brot und alle erledigten die Morgentoilette. Das FrĂŒhstĂŒck wurde in Rekordzeit hergerichtet und verzehrt. Der Wetterbericht war leider alles andere als prickelnd und es regnete immer wieder. Das FunkgerĂ€t wurde auf Kanal 71 eingestellt. Niemand wusste was aus uns zukommen wird.
Alles Wetterfest machen hieß es dann von den Skippern, denn der Wetterbericht schien sich zu Bewahrheiten.
Um Punkt 08:00 wurde mit dem Ablegen begonnen. Wir hatten gestern am letzten Steg angelegt und somit waren nur mehr 3 Schiffe hinter uns beim Auslaufen. Was zwar die Wartezeit am Steg verlĂ€ngerte, aber dafĂŒr mussten wir auf See nicht mehr lang warten bis es losging.
Wir fuhren zum vereinbarten Treffpunkt in relativ enger Formation. Relativ deshalb weil der Wind immer mehr auffrischte und eine Kaltfront ĂŒber der Bucht stand. Am Horizont blitzte es immer wieder. Der Wind wurde immer stĂ€rker. Die Wellen wurden höher und höher. Alle ins Cockpit. Das Vordeck war nicht mehr sicher. Der Kurs wurde gewechselt, daher kam der der Wind nun von vorne. Formation wurde gehalten, dann per Funk: Das Segelsetzen entfĂ€llt aufgrund des erwarteten Starkwinds. Die Luftballonaktion wird als nĂ€chstes vorbereitet. Doch der Befehl die Luftballone fliegen zu lassen kam und kam nicht. Der Wind nahm immer mehr und mehr zu. Die Wellen wurden höher und höher. Neuer Befehl von Simon – alle Schwimmwesten an!! Keiner verlĂ€sst das Cockpit ohne angeleint zu sein. An filmen war nicht mehr zu denken da immer wieder die Gischt der Wellen ĂŒber uns geflogen kam. Alles wurde immer nasser. Die Maschine lief auf Vollgas. Der Bug stampfte in die Wellen und wir wurden ordentlich durchgeschĂŒttelt.
Endlich war es so weit: Alle Luftballone fliegen lassen, hieß es ĂŒber den Äther, denn ein Schiff nach dem anderen verabschiedete sich aus der Formation aufgrund den noch immer zunehmenden Windes. Danach war die Sternfahrt zu Ende. Neues Ziel: Insel Zlarin. Da hatten wir vor der Sternfahrt ein Treffen vereinbart mit einem Teil der Salzburger Flotte. Der Kurs wurde Richtung Ausgang der Bucht gelegt.
Ein kleines StĂŒck Genua sollte als StĂŒtze fungieren, doch am Rande der Bucht kamen wir aus der Abdeckung der Insel raus. Hmm Der Wind wurde schlagartig um das doppelte StĂ€rker und Wellen um das 3-Fache höher. Wir hatten nun Wellen von ca 6m erreicht und auf einem Nachbarschiff hatte es die Genua zerfetzt und der Motor hat sich sichtlich schwerer gegen den Sturm anzukommen. Unsere Genua war zum GlĂŒck schon wieder geborgen. Das hatten Simon und Hirschi beschlossen nachdem Sie erkannten was uns nach dem Verlassen der Landabdeckung erwartet. Nach kurzer Zeit unter diesen Bedingungen fiel die Entscheidung: Stopp! Umdrehen und zurĂŒck in die Kastella zum Abwettern. Gesagt, getan. Dieselbe Idee hatten noch ein „paar“ andere Skipper und wir standen oder besser gesagt schwammen im Stau beim Einlaufen in die Kastella.
Wieder anlegen, dann abwarten bis Wind und Regen leichter werden. Die Zeit wurde zum Klo gehen, einkaufen, schlafen, spielen, fischen, u.v.m. genutzt.
Um ca. 14:00 hieß es, dann ein 2. Mal Leinen los in der Kastella. Diesmal aber nicht mehr nach Zlarin sondern in Richtung Rogoschnica. Denn Zlarin ist zu weit weg und ausserdem ist morgen ja auch noch ein Tag.
Wind war keiner mehr und die Wellen waren jetzt nur mehre minni. Erst ca. 4 nm vor der Marina frischte der Wind auf es konnte doch noch gesegelt werden. Die Marina war aber leider schon sehr voll und wir hĂ€tten einen Platz am a.A.d.W. bekommen. Josef erblickte im Stadthafen gegenĂŒber eine LĂŒcke an der Mole und die Entscheidung war gefallen. Nicht die Marina Frappa sollte uns beherbergen, sondern der Stadthafen.
Nach dem Abendessen an Bord und einem kurzen Spaziergang ging ein sehr ereignisreicher Tag zu Ende.